Haustiere lieben einen eigenen Garten.

Tiere profitieren ebenso von einem eigenen Garten wie wir Menschen. In sicherer Umgebung können sie sich frei bewegen, weder Leinenzwang noch Autoverkehr schränkt ihr Frischluftvergnügen ein. Zwar ersetzt ein Außenbereich einem Hund nicht die regelmäßigen Spaziergänge, jedoch können sich kleine Energiebündel zusätzlich austoben. Viele Vierbeiner genießen ein gemütliches Sonnenbad, Katzen gehen ihrer Jagdleidenschaft nach. Damit sich Mensch und Haustier rundum wohlfühlen, sollte man sich einige Gedanken über die Gestaltung des Gartens machen. Wir halten hilfreiche Tipps bereit.

Sorgfältige Auswahl der Pflanzen

Insbesondere Welpen und junge Hunde kauen gerne auf allem herum, was ihnen vor die Nase kommt. Viele beliebte Blumen und Sträucher sehen zwar wunderschön aus, sie sind jedoch giftig, zumindest wenn man an ihnen knabbert. Blüten und Blätter können die Schleimhäute reizen, Magenprobleme sind vorprogrammiert. Beispielsweise die Aufnahme von nur 2,3 Gramm Eibenadeln kann zum Tod eines Tieres führen. Wer nicht auf bestimmte Pflanzen verzichten möchte, muss seine Beete sorgfältig einzäunen. Katzenhalter sollten jedoch daran denken, dass die Samtpfoten äußerst geschickt im Überwinden von Hindernissen sind. Den Tieren zuliebe wählt man besser unschädliche Gewächse aus. Zu den gefährlichen Gartenpflanzen, die sie unbedingt vermeiden sollten, zählen:

  • Blauer Eisenhut
  • Buchsbaum
  • Eibe
  • Engelstrompete
  • Ginster
  • Kirschlorbeer
  • Lilien
  • Maiglöckchen
  • Narzissen
  • Riesen-Bärenklau
  • Rhododendron
  • Tollkirsche
  • Tulpen

Tolle Pflanzen für Mensch und Tier

Ein Garten, in dem Katzen und Hunde viel Zeit verbringen, sollte bestenfalls über eine weitläufige Grasfläche verfügen. Zur Reinigung ihres Magens und als Verdauungshilfe benötigen die Tiere hin und wieder ein paar Grashalme. Der Verzehr führt zum Erbrechen, wobei beispielsweise durch die eigene Fellpflege in den Magen gelangte Haare wieder ausgeschieden werden. Zu den hübschen und teilweise köstlich duftenden Pflanzen, die für Tiere unschädlich sind, gehören unter vielen anderen:

  • Baldrian
  • Hornveilchen
  • Kamille
  • Katzengamander
  • Katzenminze
  • Lavendel
  • Minze
  • Salbei
  • Thymian
  • Weizen- und Hafergras
  • Zitronenmelisse

Katzenminze zieht die meisten Samtpfoten magisch an. Sie hat eine euphorisierende Wirkung und kann zur Entspannung bei Vierbeinern führen, aber auch den Spieltrieb wecken. Die oben genannten Kräuter bestechen nicht nur durch ihre attraktive Optik. Sie lassen sich gleichzeitig als natürliche Heilmittel bei Zwei- und Vierbeiner einsetzen.

Tabu: Chemische Unkrautvernichtung

Auf den Einsatz von chemischen Mitteln ist zuliebe der Tiere und auch der Kinder unbedingt zu verzichten. Viele Produkte zur Unkrautvernichtung sind giftig. Sie können Magenreizungen verursachen, im schlimmsten Fall kommt es zu inneren Blutungen, Krampfanfällen und sogar zum Tod. Hier heißt es also: Finger weg von Chemie und alternative Lösungen finden. Eine Möglichkeit stellt das Ausgraben der unerwünschten Pflanzen dar. Bei tief verzweigtem Wurzelwerk ist diese Variante nicht ganz einfach, jedoch erfolgreich.

Moos in Fugen beseitigt man am besten mit einem speziellen Kratzgerät. Befindet es sich auf dem Rasen, kann man ihn vertikutieren. Ist es zu spät dafür, bleibt nur die Neueinsaat, wobei robuste Grassamen zu bevorzugen sind. Klee hat ebenso viele Freunde wie Feinde. Wer ihn im Garten hat, muss auf eine ebene und gleichmäßige Rasenfläche verzichten. Die Pflanze taucht meist auf, wenn Nährstoffe im Boden fehlen. Sorgt man für eine gute Versorgung durch regelmäßiges, organisches Düngen, lässt sich der Kleewuchs auf natürliche Art und Weise einschränken.

Salz und Essig werden zwar oft als zur Unkrautvernichtung empfohlen, jedoch sind sie nicht umweltfreundlich und für die Nutzung auf versiegelten Flächen verboten. Die Hausmittel können dort nicht versickern. So werden sie vom Regen in die Kanalisation gespült und sorgen für Probleme. Die Verwendung auf Naturboden belastet das Grundwasser, da hohe Konzentrationen nicht abgebaut werden können. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Salz und Essig auch die Nachbarpflanzen angreifen.

Katze im Garten Wer seine Katze an ein natürliches Katzenklo im Garten gewöhnen möchte, braucht viel Geduld. Pixabay.com © Amuljar CCO Public Domain

Verunreinigungen vermeiden

Die Mehrzahl der Katzen mit Freilauf ziehen den Toilettengang im Garten dem häuslichen Katzenklo vor. Erwachsene Hunde, die nicht genug ausgeführt werden oder Welpen, die noch nicht lange einhalten können, erledigen ihr Geschäft gezwungenermaßen manchmal auch im privaten Außenbereich. Damit es nicht zum Streit zwischen Mensch und Tier kommt, sollte man einen bestimmten Platz anziehend gestalten. Hierbei lässt sich das natürliche Sauberkeitsempfinden von Hund und Katze nutzen. Beide bevorzugen in der Regel einen weichen Boden, der auch das Zuscharren der Hinterlassenschaft ermöglicht. Sand in einer ruhigeren Ecke eignet sich bestens und wird von den Tieren auch gerne angenommen. Die regelmäßige Reinigung sollte eine Selbstverständlichkeit sein, da ansonsten andere Orte wie Blumenbeete und Co. aufgesucht werden. Während man Hunde recht gut trainieren kann, ist es bei Katzen schwieriger, ihnen eine bestimmte Stelle schmackhaft zu machen. Aber auch sie reagieren auf lobende Verstärkung, weshalb es oft möglich ist, auch ihnen die Toilette näher zu bringen.

Einzäunung für Hund und Katze

Die Grundvoraussetzung für Sicherheit im Garten ist der Zaun. Für die meisten Menschen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass der Hund am Verlassen des Grundstückes gehindert wird. Aber auch Katzen dürfen nicht immer endlose Freiheit genießen. Der Autoverkehr stellt ebenso ein Risiko dar wie Parasiten und giftige Pflanzen. Außerdem kann es Probleme mit anderen Tieren in der Umgebung geben oder mit den Nachbarn, die über einen Katzenbesuch nur wenig erfreut sind. Die Samtpfoten sind leider echte Kletterkünstler. Auch können sie sich durch sehr kleine Löcher quetschen. Je nach Temperament eines Tieres sollte ein Zaun oder eine Mauer zwischen eineinhalb und drei Metern hoch sein. Da Katzen fast an allem hochklettern können, ist ein Überkletterschutz erforderlich. Es gibt spezielle abgewinkelte Katzennetze, die den Vierbeiner effektiv stoppen.

Hunde sind generell leichter im Zaum zu halten. Da sie in den verschiedensten Größen vorkommen, gibt es nicht den Gartenzaun für unsere vierbeinigen Partner. Wird ein Metall- oder ein Holzzaun genutzt, ist der Abstand der einzelnen Streben zu beachten. Hierbei unterschätzt man oft den Vierbeiner, der sich – ebenso wie eine Katze – durch schmale Öffnungen zwängen kann. Auf Spitzen im oberen Bereich sollte man in jedem Fall verzichten. Versucht der Hund ihn zu überwinden, besteht eine große Verletzungsgefahr. Maschenzaun ist eine kostengünstige Lösung, wobei eine regelmäßige Kontrolle wichtig ist. Denn auch einzelne Drähte können den Tieren Wunden zufügen. Bei allen Zaunarten ist es wichtig, sie so tief wie möglich am Boden anzubringen. Ansonsten kann sich ein Hund innerhalb kurzer Zeit ein ausreichend großes Loch buddeln.

Bilder:
Pixabay.com © Bequest CCO Public Domain
Pixabay.com © Amuljar CCO Public Domain

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