Tiere sind ein beliebtes Motiv im Marketing. Sie transportieren Emotionen und sind einfach Sympathieträger. Warum Tiere in Online-Kampagnen überzeugen.

Katze, Hund, Wellensittich: In Werbespots kommen oft tierische Protagonisten vor. Online-Marketing Manager setzen auf den Sympathiefaktor. Ein niedlicher Welpe oder die anmutige Hauskatze transportieren eine Botschaft: Drück mich, ich bin dein „Seelenverwandter“. Die Aufmerksamkeit ist also garantiert, beim potenziellen Käufer werden positive Gefühle geweckt. Nicht nur im TV, auch auf Websites und anderen Online-Bereichen sehen User Hund, Katze und Co. immer häufiger. Im Marketing ist es ein offenes Geheimnis, dass Haustiere automatisch an die Gefühle der Kunden appellieren. So mancher wird seinen eigenen Wohnzimmerlöwen in dem Auftritt wiedererkennen.

Tiere als Testimonial

Besonders beliebt sind Tiere im Sinne eines Testimonials. Sie treten als Botschafter für Tiernahrung oder andere Tierprodukte auf. Die Glaubwürdigkeit steigt enorm. Auf dem Social Media Kanal YouTube finden sich zahlreiche Clips mit lustigen Tieraktionen. Doch auch Content, der Kundenanfragen beantwortet oder die genaue Ausführung eines Produktes erklärt, findet sich als Video. Eine Verbindung zwischen Mensch und Tier wird erstellt. Doch auch vermeintlich Tier-ferne Branchen wie die Automobilindustrie oder Finanzwelt bedienen sich der Tiermotive.

Cute-Marketing als Erfolgsgarant

Diese Marketing-Strategie, die auch von einigen Online-Marketing-Agenturen verfolgt wird, nennt sich Cute-Marketing. Das heißt, es wird ein gewisser Niedlichkeitsfaktor genutzt, um positive Gefühle beim Betrachter auszulösen. Das funktioniert auch bei Kinderbildern. Wer eine Werbung mit einem Baby sieht, kann sich nicht entziehen. Diesen psychologischen Effekt bestätigt auch Professor Reinhold Berger von der Forschungsgruppe „Psychologie der Mensch-Tier-Beziehung“. Nach ihm vermitteln Tiere in gutes Gefühl.

Cat Content geht immer auf Social Media

Das Phänomen lässt sich besonders eindrucksvoll auf Social Media Kanälen erkennen. Posts mit Katzenbildern verzeichnen immer enorme Likes und Aufrufe. Meldungen von Zoos begeistern die Besucher und Online-Nutzer, zum Beispiel eine Geburt eines Elefantenbabys.

Hier zeigen auch Online-Marketing-Agenturen ihr Können. Zur Zeit der Fußball-WM teilte der Hamburger Tierpark Hagenbeck mit, dass am 2. Juli ein Walrossbaby geboren wurde. Der Zoo versprach sich durch den „übermächtigen“ Konkurrenten Fußball wenig von der Meldung. Doch weit gefehlt. Eine Web-Agentur hatte sich der Meldung angenommen und daraus ein kleines Projekt gemacht. Das Ergebnis überrascht. Innerhalb einer Stunde interagierten 70.000 User mit dem Post und hinterließen 600 Kommentare.

Wer den Namen des Walrossbabys eingab, erhielt sofort die Meldung zum Zoo. Die Fan-Anzahl wuchs und wuchs. Die Kampagne lief dabei ohne finanzielle Mittel.

Ähnliche Erfolgsstorys gibt es auch aus San Diego zu vermelden. 2012 wurde dort ein Pandababy geboren. Die Meldung erreichte über 500 Prozent Traffic-Steigerung und 28.000 neue Facebook-Fans.

Doch nicht nur süße Tierbaby-Bilder erreichen solche Dimensionen. Auch Missstände können so ideal angesprochen werden. Ob Tierversuche oder die Zustände in der Massentierhaltung: Dan des Internets werden auch negative Schlagzeilen schnell bekannt.

Tipps für eigenen Tier-Content

Das eigene Haustier mal gekonnt in Szene setzen oder professionelle Kampagnen für die Markenbotschaft fahren? Hier gibt es Tipps für tierischen Content.

  • Der tierische Protagonist sollte zur Kampagne passen. Wenn es um Katzenfutter geht, sollte kein Löwe gezeigt werden.
  • Achtung vor Abnutzungserscheinungen: Tiere ziehen gut, aber es sollte nicht übertrieben werden. Wer ständig Cat Content postet, erhält irgendwann keine Aufmerksamkeit mehr.
  • Bei Online-Kampagnen können Berater, Social Media Experten und Agenturen zurate gezogen werden.
  • Insekten sind wunderbare Tiere, doch sie eignen sich nicht zwingend für eine Online-Kampagne. Zum Beispiel haben viele Menschen Angst vor Spinnen.
  • Wie lautet die Zielgruppe? Das ist das oberste Gebot. Bevor das passende Tier ausgewählt wird, sollte sich überlegt werden, wen die Kampagne erreichen soll. Familien haben oder wollen oft einen Hund. Singles sehen sich in einer Katze eher wieder.

Fernsehen oft für Tiereinsatz kritisiert

Wenn es um das Wohlergehen von Tieren geht, kommt schnell Kritik auf – vor allem an TV und Filmproduktionen. Selbst Zoos und Zirkusse stehen oft in der Kritik, wenn es um artgerechte Haltung geht. Daher sollte bei jeder Werbekampagne genau abgewogen werden, ob der Einsatz von Tieren transparent kommuniziert werden kann. Hier können auch wieder Agenturen helfen, die Kontakte zu seriösen Anbietern herstellen. Oftmals reichen ja auch schon Fotos und Shootings. Exotische Tiere haben ganz eigene Bedürfnisse, auf die nicht annähernd bei einer Filmproduktion eingegangen werden kann.

Petfluencer erobern Instagram

Schon mal einen Instagram-Account gesehen, der eine Katze oder einen Hund ins rechte Licht rückt? Der Alltag des Haustieres wird gekonnt in Szene gesetzt. Selbst ein Igel hat es schon zu Social Media Ruhm geschafft. Die Herrchen legen dabei für ihr Haustier einen eigenen Auftritt an. Und nicht selten werden sie zu Influencern.

Die beiden Worte Pet und Influencer finden zusammen. Ein Petfluencer ist bei Tiermarken besonders beliebt. Die Follower des beliebten Tieres nehmen die verwendeten Produkte wahr und lieben das berühmte Tier einfach. Ein bekannter Hunde-Influencer ist zum Beispiel Loki. Der größte Coup: Ein Werbedeal mit Toyota. Loki hat zwei Millionen Abonnenten.

Hat man solch einen berühmten Hund zu Hause, sollte man ihn auch gut versichern. Erfahren Sie hier mehr dazu.

Foto: pixabay/angel1238812

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