Keine andere Maßnahme schützt Hunde, Katzen und andere Haus- und Nutztiere besser vor gefährlichen Krankheiten als die Impfung.

Der Welttag der Tierimpfung am 20. April jeden Jahres soll das Bewusstsein dafür wachhalten. Ein sicherer Schutz der gesamten Population lässt sich nämlich nur dann aufbauen, wenn möglichst viele Tiere einer Art geimpft sind.

Mit einer Impfung lassen sich Haustiere vor schweren Erkrankungen schützen. Viele Impfungen sind sogar lebensrettend. An erster Stelle steht die Grundimmunisierung, die bei Hund und Katze mit den Impfungen im Welpenalter erfolgt. In dieser frühen Lebensphase verlieren Welpen den natürlichen Immunschutz, den das Muttertier dem Nachwuchs mit auf den Weg gibt. Umfragen zufolge ist der Großteil der Tierhalter auch bereit, an dieser Stelle Verantwortung für das neue Familienmitglied zu übernehmen. Für sie ist der frühe Impftermin eine Selbstverständlichkeit. Die Impfmotive von Hundehaltern sind laut einer anderen Umfrage den elterlichen Impfentscheidungen übrigens sehr ähnlich. Vor allem Emotionen und persönliche Erfahrungen beeinflussen den Entscheidungsprozess. Im Vordergrund steht der Schutz des eigenen Tieres vor übertragbaren Erkrankungen. Weitere Gründe, aber weniger wichtig, sind der Schutz von anderen Hunden oder auch Vorgaben von Hundeschulen und Hundetrainern.

 In der Summe hat das gute Impfverhalten dazu geführt, dass oftmals tödlich verlaufende Krankheiten wie etwa die Staupe beim Hund, bei uns so gut wie eliminiert wurden. Auch die Katzenseuche, die für Katzenwelpen einen bedrohlichen Verlauf mit einer Todesrate von 75% und mehr nehmen kann, wird nur noch selten diagnostiziert. Ein anderes Beispiel ist die Tollwut. Deutschland gehört zu den Ländern Europas, in denen durch systematische Bekämpfungsmaßnahmen, vor allem durch die flächendeckende Köderimpfung der Füchse und die Impfung von Haustieren, die Tollwut bei Wild- und Haustieren getilgt werden konnte.

Der Erfolg der Impfung ist aber zugleich ihr „Feind“. Das Bewusstsein, sein Tier gegen inzwischen unbekannte Krankheiten schützen zu müssen, lässt nach. Der Schwellenwert einer soliden Herdenimmunität von 70% ist dann schnell unterschritten. Das ist laut der Ständigen Impfkommission Veterinär (StIKo Vet) der Grund dafür, dass z. T. tödlich verlaufende Infektionen wie Staupe, Parvovirose oder die auch für den Menschen gefährliche Leptospirose noch immer wieder aufflammen.

Für Laien ist es schwierig zu entscheiden, welche Impfungen auf jeden Fall durchgeführt werden sollten, denn eine Impfpflicht gibt es nicht. Der Tierarzt ist hier der richtige Ansprechpartner für die Tierbesitzer. Die Empfehlungen der StIKo Vet dienen ihm als Orientierung. Diese unterscheidet Core- und Non-Core-Impfungen. Core-Impfstoffe sind gegen jene Krankheiten gerichtet, vor denen jedes einzelne Tier zu jeder Zeit geschützt sein sollte. Diese Infektionen besitzen entweder zoonotischen Charakter, das heißt sie können auch auf den Menschen übertragen werden, und/oder verursachen bei den Tieren selbst lebensgefährliche Krankheiten. Die Non-Core-Komponenten sind nicht grundsätzlich weniger wichtig, aber nicht für jedes Tier zu jeder Zeit gleichbedeutend. Hier sollte für jeden einzelnen Impfling, auch nach Lebensumständen, individuell entschieden werden. Dafür bietet sich der jährliche Gesundheitscheck mit Impfgespräch beim Tierarzt an. Dabei lässt sich auch gleich abklären, welche Auffrischungsimpfungen nötig sind, um die Gesundheit des Tieres nachhaltig zu schützen.

Weitere Informationen: www.bft-online.de

Dr. Sabine Schüller
Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
Koblenzer Str. 121-123
53177 Bonn
Tel.: 0228-318296

Foto: BfT/AdobeStock

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