Amsel, Drossel, Fink und Star – wenn Vögel im Garten zwitschern, fliegen und Körner futtern, dann gibt es immer etwas zu gucken.

Für Senioren ist das nicht nur eine tolle Beschäftigung, sondern wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus, wie ein aktuelles Forschungsprojekt zeigt.

Lebensqualität im hohen Alter hängt immer auch vom persönlichen Wohlbefinden ab, davon ist Kathrin Lichtenauer vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern überzeugt. „Bei Senioren, die altersbedingt nicht mehr mobil oder an Demenz erkrankt sind, fallen häufig soziale Kontakte und die direkte Begegnung mit der Natur weg“, sagt Lichtenauer. „Damit ist ein Verlust von Lebensqualität verbunden“. Deshalb hat der Landesbund für Vogelschutz in Bayern mit Unterstützung diverser öffentlicher und wissenschaftlicher Institutionen ein Vogelbeoachtungsprojekt zur Gesundheitsprävention gestartet, an dem 76 bayerische Seniorenheime teilnehmen können.

Stärkung der psychosozialen Gesundheit

Die Einrichtungen erhalten Vogelfutterstellen für den Garten sowie Plakate und Informationsbroschüren für Betreuer und Senioren. So können die betagten Heimbewohner die angelockten Singvögel füttern, beobachten und die Arten bestimmen. „Unsere Idee fußt darauf, dass wir Senioren in vollstationären Pflegeeinrichtungen die Natur vor das Fenster bringen“, erklärt Lichtenauer. „Der damit verbundene Anreiz zur Vogelbeobachtung kann die Mobilität wieder steigern, kognitive Ressourcen wie das Erinnerungsvermögen stärken und damit die psychosoziale Gesundheit verbessern.“

Betreuer aus teilnehmenden Einrichtungen hätten bereits begeistert berichtet, wie viel Leben, gute Stimmung und Gesprächsthemen durch die Singvögel in ihren Heimen eingekehrt seien. In einer Stichprobe hat der Landesbund für Vogelschutz ermittelt, dass etwa zwei Drittel der Heimbewohner von dem Projekt erreicht werden – überraschenderweise auch jene, die aufgrund von Demenzerkrankungen oft gar nicht mehr am Leben teilhaben.

Projekt mit Vorbildcharakter

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt begleitet das Präventionsprogramm wissenschaftlich. Auch wenn die Ergebnisse erst 2020 vorliegen werden, können sich die Projektverantwortlichen gut vorstellen, dass das aktuell nur in Bayern durchgeführte Projekt auch bundesweit positive Effekte bei der Seniorenbetreuung erzielen kann.

Finanziert wird das Vorzeigeprojekt von den Pflegekassen der AOK Bayern, dem BKK Landesverband Bayern, der IKK classic, der Knappschaft, der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie der Stiftung Bayerisches Naturerbe des LBV. IVH

Weitere Informationen unter: www.ivh-online.de

Kathrin Feldbruegge
IVH-Pressedienstc/o nolte-PR GmbH
Kirchbachstraße 95
D-28211 Bremen
Tel.: +49(0) 421 83 05 020

Foto: pixabay

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