Bei feuchtkaltem Wetter im Herbst und Winter fällt es einigen Hundehalter:innen schwer, ihr Tier zur üblichen Gassirunde zu motivieren.

Grund für den nachlassenden Bewegungsdrang sind oftmals Gelenkprobleme und damit Schmerzen, die die Lebensqualität des Hundes mindern. Eine weit verbreitete Ursache ist Arthrose – diese Gelenkerkrankung ist zwar nicht heilbar, dennoch können die Beschwerden gelindert werden.

Viele Hunde und auch viele Menschen sind gerade in der kälteren Jahreszeit sehr wetterfühlig. Insbesondere Arthrose-Patienten leiden unter vermehrt schmerzenden Gelenken, wenn Kälte und Nässe buchstäblich in die Knochen beziehungsweise in die Gelenke kriechen. Vor Kälte angespannte Muskeln sowie Veränderungen im Stoffwechsel tragen vermutlich ebenfalls zu den zunehmend auftretenden Gelenkschmerzen bei. Besonders bei älteren Hunden kann der Bewegungsdrang dadurch stark nachlassen.

Wie entstehen Gelenkprobleme beim Hund?

Schmerzende Gelenke sind oft auf Arthrose zurückzuführen. Man geht davon aus, dass etwa jeder fünfte erwachsene Hund betroffen ist – insbesondere große Hunderassen. Juliane Radtke, Tierärztin bei der Uelzener Versicherung, erklärt die Probleme wie folgt: „Bei einer Arthrose ist der Knorpel innerhalb des Gelenks durch degenerative Prozesse geschädigt. Durch das angegriffene Gewebe kommt es bei Bewegungen zu Reibungen im Gelenk und zu Entzündungen.“
Der Grund dafür ist meist eine falsche oder zu große Belastung des Gelenks, etwa durch Gelenkfehlstellungen, Unfälle oder Übergewicht.
Dieser Abbau von Knorpel ist nicht heilbar. Besonders, wenn die Symptome früh erkannt werden, können die Beschwerden aber gelindert werden und starke Schmerzen bleiben dem Tier vielleicht erspart. Typische Anzeichen für eine Arthrose sind fehlende Lust auf Spaziergänge und ein abgeschwächter Spieltrieb, Probleme beim Einsteigen ins Auto oder beim Treppenlaufen, Steifheit und Unbeweglichkeit nach dem Schlafen oder längeren Ruhepausen sowie eine Unlust, sich an kühlen Orten oder auf harten Liegeplätzen aufzuhalten. Fallen solche Probleme beim eigenen Hund auf, sollte daher frühzeitig eine Tierarztpraxis aufgesucht werden. Wenn das Tier bereits humpelt, ist die Arthrose meist schon fortgeschritten.

Wie kann ich meinen Hund unterstützen?

Eine zentrale Möglichkeit, die Beschwerden einer Arthrose zu lindern, ist es, den Hund in Bewegung zu halten. Weigert sich der Vierbeiner, lange Spaziergänge zu unternehmen, müssen es eben kürzere, aber häufigere Runden sein. Lange Pausen, etwa für ein Gespräch mit anderen Spaziergänger:innen, sollten vermieden werden. Die Expertin des Spezialversicherers hebt die Wichtigkeit von ausreichender Bewegung hervor: „Die Sache mit der Bewegung ist bei einer Arthrose ein Teufelskreis. Durch die Schmerzen ist der Bewegungsdrang verringert, durch die geringere Bewegung werden allerdings die Schmerzen verstärkt, weshalb die Lust zur Bewegung wiederum nachlassen kann.“ Stattdessen braucht das Tier ein schonendes Bewegungstraining oder sogar eine Hundephysiotherapie. Dazu meint Juliane Radtke: „Übungen mit schonenden Bewegungen, also kein abruptes Sprinten und Stoppen wie beim Ballspielen, können auch in der Wohnung durchgeführt werden. Dabei baut sich Muskelgewebe auf, das die Gelenke wieder besser stützt und schützt.“
Zusätzlich gibt es einige Möglichkeiten, das Haustier vor Wettereinflüssen zu bewahren. So kann ein Hundemantel vor der Kälte draußen schützen und ein warmer, weicher Liegeplatz ohne Zugluft hilft dem Hund, in der Wohnung seine Muskulatur zu entspannen. Eine gezielte Wärmebehandlung mit Wärmelampen kann zwar die Schmerzen lindern, ist allerdings die falsche Behandlung, wenn akute Entzündungen oder Schwellungen an den Gelenken vorliegen. In diesen Fällen ist ein kühlender Quarkwickel die bessere Wahl.
Da die Gelenkprobleme auch durch Übergewicht bedingt sein können, sollte zudem auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Einzelne Ergänzungsfuttermittel sind dabei besonders hilfreich: So sollen Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend sein. Auch Grünlippmuschelextrakt sagt man eine schützende Wirkung auf Gelenke nach, da es Stoffe enthält, die auch im Knorpel enthalten sind.

Gelenkproblemen frühzeitig vorbeugen

Grundsätzlich kann einer Arthrose schon im Welpenalter entgegengewirkt werden. „Die Wachstumsphase ist eine entscheidende Zeit – besonders Welpen brauchen ein speziell angepasstes Futter für eine gesunde Entwicklung“, erläutert Juliane Radtke. „Darüber hinaus können gelenkbelastende Bewegungen in der Wachstumsphase Konsequenzen für spätere Jahre haben. Das Steigen vielstufiger Treppen, zu frühes Fahrradfahren mit dem Hund oder Sprünge aus dem Kofferraum des Autos sind zu vermeiden.“ Wichtig sei zudem, dass Hundehalter:innen ihre Tiere im jährlichen Rhythmus vorsorglich tierärztlich untersuchen lassen. Ebenso wie die Arthrose sind die meisten Beschwerden besonders gut zu behandeln, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Sind sie erst einmal fortgeschritten, leidet die Lebensqualität des Hundes stark.

Weitere Informationen unter: www.uelzener.de

Uelzener Presseabteilung
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Foto: Uelzener

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