Welcher Hund soll es werden? Diese Tipps erleichtern die Auswahl

Es gibt mehr als 250 Hunderassen. Groß, mittelgroß, klein, viel Fell, wenig Fell – es ist alles dabei. Doch nicht jede Hunderasse fühlt sich tatsächlich in jedem Umfeld wohl. Für die Haltung in kleineren Räumlichkeiten sind große Rassen wie Schäferhund oder Dogge gar nicht geeignet. Welcher Hund zum eigenen Lifestyle passt, zeigen folgende Tipps.

Rasse nach Wohnsituation auswählen

Die Wohnsituation kann sich natürlich im Laufe immer wieder verändern. Dennoch ist es wichtig, bei der Rasseauswahl genau darüber nachzudenken und den benötigten Platzbedarf und die eigene Wohnsituation realistisch gegenüberzustellen. Hierbei spielt das Stockmaß eine entscheidende Rolle. Es gibt an, wie groß der Hund ist, und bietet einen ersten Anhaltspunkt, wie viel Bewegungsraum er tatsächlich benötigt.

Kleine Rassen, wie beispielsweise Zwergspitz oder Chihuahua haben, ein niedriges Stockmaß und kommen auch in einem kleineren Wohnumfeld gut zurecht. Ganz anders als Hunde mit einem hohen Stockmaß, beispielsweise Golden Retriever oder Bullmastiffs. Sie brauchen mehr Platz zum Spielen, Toben und Ausruhen. Ideal ist für sie eine große Wohnfläche, am besten mit einem angeschlossenen Garten.

Hinweis: Wer der Wahl der richtigen Hunderasse unbedingt an die Nachbarn denken. Wer zur Miete wohnt, kann schnell Probleme mit den Nachbarn durch Bellen oder andere Hundegeräusche bekommen. Damit der Hund überhaupt in der Mietimmobilie gehalten werden darf, ist zusätzlich das Einverständnis des Vermietenden gefragt.

Es gibt über 250 Hunderassen, aber nicht jede ist für die eigene Lebenssituation geeignet.

Rasse mit Bezug auf die Lebenssituation auswählen

Hunde werden häufig als weiteres Mitglied in der Familie oder als Gesellschaft spendender Begleiter bei Alleinstehenden angeschafft. Damit der Hund sich gut in die Lebenssituation einfügt, sollte vor allem der Charakter der Tiere im Fokus stehen. Einige Rassen sind beispielsweise familienfreundlicher als andere. Zu beliebten Hunderassen in Deutschland gehören beispielsweise aufgrund ihrer guten Verträglichkeit Golden Retriever, Husky oder Labrador.

Allerdings benötigen diese Tiere auch ausreichend Auslauf und Aufmerksamkeit. Wer diese beispielsweise gerade durch die Neuankunft eines Babys nicht gewährleisten kann, sollte mit dem Hundekauf noch etwas warten.

Freizeitaktivitäten werden mit der richtigen Rasse noch schöner

Bei der Rasseauswahl ist auch der Blick auf die eigene Freizeitgestaltung empfehlenswert. Bin ich aktiv oder lieber zu Hause? Ein Hund, der eigentlich besonders viel Auslauf benötigt und nicht gefordert wird, neigt zu Ausgleichshandlungen. Unterforderte Hunde beschädigen beispielsweise Möbelstücke, bellen besonders häufig oder versuchen, sich durch andere Aktionen die erforderliche Aufmerksamkeit zu sichern.

Deshalb unbedingt bei den rassetypischen Eigenschaften eines Hundes auf die sportliche Affinität achten. Mops oder Basset Hound gelten beispielsweise als gemütliche und ruhe liebende Hunde. Sie benötigen Auslauf, brauchen allerdings keinen täglichen Marathon.

Anders hingegen lauffreudige Rassen wie beispielsweise Husky, Schäferhund oder Windhund. Sie gelten als besonders agil und brauchen ihre tägliche Bewegung. Wer selbst aktiv ist und regelmäßig Rad fährt, wandert oder joggt, für den sind solche Rassen ideale aktive Begleiter.

Einige Rassen brauchen besonders geistige Forderung

Nicht nur die körperliche Aktivität, sondern auch die geistige Förderung ist bei Hunderassen unterschiedlich. Jagd- und Hütehunde beispielsweise sind es gewohnt, geistig gefördert zu werden. Diesen Anreiz brauchen sie auch bei einem neuen Besitzer. Regelmäßige Trainingseinheiten mit Snacks oder auch der Besuch eines Hundetrainingsplatzes sollten für sie immer möglich sein. Wer das nicht gewährleisten kann oder möchte, sollte von diesen Hunderassen Abstand nehmen.

Hunderassen nach Pflegeintensität auswählen

Hunde benötigen regelmäßige Pflege, nicht nur beim Wechsel der Jahreszeiten. Doch auch hier gibt es große Unterschiede, denn Fell, Krallen und Co. müssen bei einigen Rassen besonders häufig gepflegt werden, der anderen weniger.

Kurzhaarrassen (beispielsweise Deutsche Dogge oder Beagle) sind besonders pflegeleicht, denn sie verlieren kaum Fell. Anders hingegen die Fellpflege bei Rassen mit längeren Haaren oder einem dichteren Haarkleid. Aber Havanesen oder Cocker Spaniels beispielsweise müssen nahezu täglich gebürstet werden, damit sich das Fell nicht verfilzt. Wer diese Zeit nicht investieren kann oder möchte, schaut sich nach Rassen mit kürzerem Fell um, beispielsweise Mops oder französische Bulldogge. Aber Vorsicht, denn einige dieser vermeintlich pflegeleichten Rassen sind für ihre typischen Krankheiten bekannt (beispielsweise verkürzte Schnauze, welche die Atmung erschweren kann), sodass der häufigere Besuch beim Tierarzt nötig werden könnte.

Auswahl des neuen Hundes nach Budget

Wer sich für den Kauf eines Hundes entscheidet, muss dafür nicht selten einen üppigen Kaufpreis zahlen. Vor allem Rassetiere, die über eine renommierte Ahnentafel verfügen, können schnell mehr als 3.000 Euro kosten. Angeboten werden häufig günstigere Hunde, vor allem auf zahlreichen Verkaufsplattformen. Welpen sind bei einigen Händlern zu augenscheinlich günstigen Preisen zu haben, aber Vorsicht, denn hierbei handelt es sich meist um illegalen Welpenhandel.

Die Tiere werden unter schlimmsten Bedingungen aufgezogen und häufig viel zu früh vom Muttertier getrennt. Wer einen Hund kaufen möchte, sollte nur auf verifizierte Quellen zurückgreifen. Ein aktualisiertes Züchterverhältnis gibt es beispielsweise beim VDH. Hier finden Kaufinteressenten alle Züchter im näheren Umfeld und können mit ihnen direkt Kontakt aufnehmen.

Huskys gehören zu den besonders agilen Hunden

Huskys gehören zu den besonders agilen Hunden. Sie fühlen sich in einem Umfeld mit Sport, ausreichend Bewegung und Beschäftigung wohl.

Kosten für Tierarzt und Co. im Hundeleben einplanen

Bevor der neue Vierbeiner als Familienmitglied aufgenommen wird, sollte die Haushaltskasse realistisch geprüft werden. Mit dem Kauf eines Hundes ist es nicht getan. Das Tier muss das passende Futter erhalten und mindestens einmal jährlich den Tierarzt für die Impfungen besuchen. Erkrankt der Hund, wird die Kostenbelastung noch höher.

Ohne etwas Budget auf dem Konto ist die Anschaffung eines Tieres fahrlässig. Können die Kosten für die tierärztliche Behandlung beispielsweise nicht gezahlt werden, leidet der Hund womöglich unnötig. In Deutschland gibt es klare gesetzliche Grundlagen für den Tierschutz. Wer einen Hund halten möchte, muss gewährleisten, dass er ausreichend Auslauf erhält und artgerecht gehalten wird. Tiere mit einer Widerristhöhe bis 50 cm brauchen beispielsweise eine Bodenfläche von mindestens 6 m². Größere Tiere benötigen eine Fläche von mindestens 8 m² und mehr. Wer sich nicht an die Tierschutz-Hundeverordnung hält, muss mit einer Anzeige und einem Ordnungswidrigkeiten-Entgelt rechnen.

Abbildung 1: pixabay.com @ cocoparisienne (CC0 Creative Commons)
Abbildung 2: pixabay.com @ AStoKo  (CC0 Creative Commons)

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