Verhaltensänderungen ernst nehmen - Aggressivität bei Katzen hat immer eine Ursache.

Diese müssen Katzenhalter herausfinden, um der Katze zu helfen und sich selbst vor Biss- und Kratzwunden zu schützen. Angriffslustiges Verhalten kann körperlich oder auch seelisch bedingt sein.

„Oft stecken Stress, Schmerzen oder eine Krankheit dahinter, wenn ein ansonsten sanfter Stubentiger seinen eigentlich geliebten Menschen plötzlich attackiert“, sagt Susanne Werner, Tierärztin der Uelzener Versicherung, dem Spezialversicherer für Tiere. Aggressives Verhalten sollte deshalb niemals bestraft werden. Stattdessen ist es unumgänglich, die Katze einem Tierarzt vorzustellen und die Ursachen zu behandeln, wenn der Mensch Verhaltensänderungen bei seiner Katze feststellt.

Medizinische Ursachen für aggressives Verhalten

Hat die Katze Schmerzen – beispielsweise durch Verletzungen, Zahnprobleme, Erkrankungen des Verdauungsapparates oder eingewachsene Krallen – und der Mensch berührt die empfindliche Stelle, wehrt sich das Tier oft ohne Vorwarnung mit beißen und kratzen. Katzen sind Meister darin, ihre Schmerzen zu verbergen, daher ist es für den Menschen im Vorhinein schwer zu erkennen, dass das Tier leidet und berührungsempfindlich ist.

Auch Störungen im Bereich des zentralen Nervensystems, ausgelöst z. B. durch eine Gehirnerschütterung, Vergiftungen, Tumore, Epilepsie oder auch hormonelle Störungen und Infektionskrankheiten, können zu aggressivem Verhalten führen. Ebenso wie Erkrankungen der Sinnesorgane wie altersbedingte oder durch grauen Star verursachte Sehstörungen und Gehörverlust.

Stress als Ursache für aggressives Verhalten

Permanente Langeweile oder auch angstauslösende Faktoren können bei Katzen massiven Stress verursachen. Daraus können neben Verhaltensänderungen wie beißen und kratzen auf Dauer auch Folgeerkrankungen wie beispielsweise Magenschleimhautentzündungen, Haut- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen. Daher ist auch hier Ursachenforschung angesagt und Abhilfe zum Wohle der Katze zu schaffen.

Die Katze greift aus dem Hinterhalt an

Das gibt es oft bei Wohnungskatzen, die unausgelastet sind. Können sie ihre angestaute Energie nicht anders entladen, wird der Mensch zum Jagd- und Spielobjekt. Solche Katzen warten hinter der Tür, bis der Mensch heimkommt und gehen dann zum Angriff über. Oder sie lauern unter dem Sofa und stürzen sich plötzlich auf den Menschen, wenn er sich hinsetzt. Passiert so etwas regelmäßig und hat sich das Verhalten bereits verfestigt, sollte man sich Zeit, genauen Ort und Anlass der Angriffe genau notieren, um gemeinsam mit einem Tierarzt für Verhaltensmedizin die Verhaltensweise zu analysieren und an Lösungen zu arbeiten.
Am besten ist es aber, man lässt erst gar keine Langeweile aufkommen: „Beutespiele mit einer Plüschmaus, einem Bällchen oder einer Reizangel sind für die Katze sehr reizvoll, weil sie den Jagdtrieb befriedigen und Abwechslung in ihren Alltag bringen. So kann sie auf Angriffe verzichten“, sagt Susanne Werner.

Die Katze beißt und kratzt, während sie gestreichelt wird

Sie legt sich auf den Schoß und genießt scheinbar das Bauchkraulen. Bis sie plötzlich mit allen vier Pfoten und ausgefahrenen Krallen die streichelnde Hand umschließt und kräftig zubeißt. In den weitaus meisten Situationen ist diese sogenannte irritative Aggression eher ein Missverständnis als pure Bösartigkeit oder unvorhersehbare Launenhaftigkeit der Katze. „Oft hat der Mensch die Vorwarnungen der Katze nicht beachtet, die signalisieren, dass sie nicht gestreichelt werden möchte“, sagt Uelzeners Tierärztin Susanne Werner. Denn wenige Sekunden vor dem Angriff zuckt die Schwanzspitze, der Körper versteift sich, die Pupillen weiten sich und die Katze legt die Ohren an. Daher sollte man auch beim Streicheln auf die Körpersprache der Katze achten. Solange sie die Augen genießerisch geschlossen hält, der Körper sich weich in den Schoß schmiegt, ist alles in Ordnung. Sobald der Körper anspannt, die Augen sich öffnen und der Schwanz zu pendeln beginnt, sollte man die Hand sofort zurückziehen. Ist die Katze nach einiger Zeit wieder entspannt, sollte sie auf den Boden gesetzt werden. So lernt die Katze nach einigen Malen, dass der Spaß zu Ende ist, wenn sie ihre „Waffen“ einsetzt.

Weitere Informationen unter: www.uelzener.de

Ann-Kathrin Rohmann
Uelzener Allgemeine Versicherungsgesellschaft a.G.
Veerßer Straße 65/67
29525 Uelzen
Tel.: 0581/8070-0

Bild: Uelzener

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