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Warum häuten sich Garnelen?

Garnelen gehören zur Gruppe der Wirbellosen. Garnelen haben keine Knochen oder Gräten sondern einen Außenpanzer, der ihnen Halt und Schutz gewährt. Wenn die Garnelen wachsen, kann der Panzer allerdings nicht mitwachsen. Unter dem alten Panzer wächst ein neuer und eine Häutung findet statt: Der alte Panzer wird abgestriffen. Dieses stellt für die Garnelen eine Anstrengung dar sowie der neue Panzer nach der Häutung noch aushärten muss. Die Garnelen sind in dieser kurzen Zeit ein leichteres Opfer für Planarien. Dennoch findet eine Paarung immer nach der Häutung statt. Junge Garnelen wachsen schnell und häuten sich dementsprechend oft. Ältere Garnelen hingegen wachsen kaum und häuten sich seltener. Gelingt eine Häutung nicht, sterben die Garnelen.

Warum Garnelen Häutungsprobleme haben können?
Wenn Giftstoffe im Wasser sind, die Temperaturen und Wasserwerte nicht stimmen oder wenn das Futter nicht optimal ist, kann es zu Häutungsproblemen kommen. Vor allem Jungtiere sind sehr empfindlich. Sie häuten sich häufiger und legen gewisse Stadien zurück. Auch wenn alles optimal ist, aber das Futter eben nicht optimal ist, kann es zu Totalausfällen bei den Jungtieren kommen. Dieses kann bei anderen Wirbellosen ebenfalls passieren.
Ein häufiges Häuten stellt zum einen Stress für die Tiere dar. Zum anderen benötigen diese alle relevanten Nährstoffe in größeren Mengen. Es ist nicht untypisch, dass Garnelen ihre abgestriffenen Panzer verzehren, um die Nährstoffreserven aufzufüllen. Damit die Häutung besser funktioniert, haben Garnelen gewisse Funktionen entwickelt, mit denen der alte Panzer aufplatzt und abgestriffen werden kann. Damit dieses jedoch funktionieren kann, sind die relevanten Nährstoffe notwendig. Es geht hierbei auch um Vitamine und Mineralstoffe. Nicht grundlos wird Spirulinapulver in vielen Futtermitteln für Aquarientiere oder sogar pur verwendet.

Wie können Garnelen richtig gefüttert werden?
Garnelen benötigen viele feinfiedrige Pflanzen, die zumindest an einer Stelle im Becken dicht wachsen. Das Wasser muss ihren Bedürfnissen entsprechen. Garnelen fressen Aufwuchs und Kleinstlebewesen. Diese finden sie auf Flächen im Aquarium, die wenigstens etwas beleuchtet werden. Solche Flächen sollte es deswegen im Becken geben. Es kann sich um Steine, Wurzeln usw. handeln sowie auf dem Boden Mulm wächst, der aus Kleinstlebewesen besteht. Die Garnelen finden dementsprechend bereits einiges Futter im Becken. Zudem sollte den Garnelen geeignetes abgestorbenes Laub wie Seemandelbaumblätter, Eichenblätter oder Buchenblätter regelmäßig ins Becken gegeben werden. Überbrühtes Gemüse wie Erbsen, Gurken oder Kartoffeln wird gerne angenommen. Fertige Futtermittel werden lediglich zusätzlich gegeben. Diese sind sehr wertvoll, wenn es die richtigen Futtermittel sind. Junggarnelen sprechen gut auf Staubfutter an, da sie dieses gut aufnehmen können. Die fertigen Futtermittel bringen zum einen Nährstoffe ins Spiel, die ansonsten vielleicht zu kurz kommen. Zum anderen kann mal auf die Schnelle mit ganz wenig Aufwand gefüttert werden. Damit die Garnelen sich jedoch wohl fühlen, muss das Becken richtig eingerichtet werden, es sollte immer frisches (komplett abgestorbenes und sauberes) Laub gegen das alte ersetzt werden sowie frische Kost ebenfalls sehr wichtig ist. Ob es sich um überbrühtes Gemüse oder fertige Futtermittel handelt: Alte Biomasse wird im Becken zersetzt und belastet die Wasserwerte. Es sollte nur soviel Futter gegeben werden, wie gefressen wird oder sogar ein ganz bischen weniger.

Wie entscheidend ist die Fütterung für die Häutung?
Eine Garnele ist nicht gleich Garnele. Es gibt hunderte Arten. Die einen sind sehr empfindlich und gehen beim kleinsten Windhauch ein. Die anderen sind robust und können einiges abhaben. Einige vermehren sich wie von alleine und andere sind sehr schwierig oder gar nicht durch den Hobbyaquarianer zu züchten. All das sollte man sich vor einem Garnelenkauf überlegen. Wenn es durch Häutungsprobleme jedoch immer wieder zu Ausfällen kommt, kann es möglicherweise auch am Futter liegen. Häutungsprobleme treten bei adulten Tieren, wie sie im Handel erhältlich sind, seltener auf. Wer Garnelen züchten möchte, sollte sehr darauf achten, dass diese keine Häutungsprobleme haben. Dann vermehren sie sich leichter.

Robert Brungert
www.garnelen-aquarium.com

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