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Hat es rote oder blaue Blüten?

Es kommt darauf an: Die Blüten des Gefleckten Lungenkrauts verfärben sich im Laufe ihres kurzen Lebens von Rot, wenn sie frisch geöffnet sind, nach Blau. So können Wildbienen anhand der Farbe erkennen, ob sich ein Besuch lohnt. Beim verwandten Borretsch färben sich die Blüten ähnlich, auch beim Natternkopf können wir dies beobachten.

Hochgeschätzt wird diese „Ampel“ von der Frühlings-Pelzbiene. Für sie stellt das Lungenkraut eine wichtige Nahrungspflanze dar. Die Pelzbiene bevorzugt die jungen roten Blüten, denn dort ist noch mehr Nektar zu finden. Insekten mit kurzem Rüssel bleibt dieser aber verborgen. Denn der Nektar liegt versteckt hinter einer 1 cm langen und schmalen Kronröhre.

Auffällig sind auch die gefleckten Blätter. Auf den ersten Blick wirkt die Pflanze so fast exotisch. Dabei ist sie heimisch und noch weitverbreitet.

Das Gefleckte Lungenkraut ist zudem ein sehr altes Hustenmittel, wie der Name bereits ahnen lässt. Auch der botanische Name Pulmonaria officinalis deutet darauf hin: „Pulmo“ steht für die Lunge, „officinalis“ immer für eine medizinische Verwendung.

Weitere Informationen unter: www.stiftung-mensch-umwelt.de

Stiftung für Mensch und Umwelt
Ann-Kathrin Scheuerle
Hermannstraße 29
14163 Berlin
Telefon: 030 394064–306

Grafik: Stiftung für Mensch und Umwelt

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