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VIER PFOTEN fordert Gesetze für alle Kleinanzeigen-Plattformen - Erste Online-Plattform „Deine Tierwelt“ startet Verifizierungspflicht 

Nach einer erfolgreichen Testphase, in der Verkäufer:innen zunächst freiwillig ihre Identität bestätigen konnten, hat die Online-Plattform „Deine Tierwelt“ heute offiziell und für alle verbindlich eine Verifizierungspflicht eingeführt. Die globale Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN sieht dies als einen ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Regulierung des Online-Handels mit Hunden und Katzen. Damit der illegale Welpenhandel gestoppt werden kann, braucht es jedoch bindende Gesetze für alle Kleinanzeigen-Portale.

Auf der Online-Plattform „Deine Tierwelt“ müssen sich ab sofort alle Verkäufer:innen im Rahmen eines Videoident-Verfahrens, wie es auch Direktbanken und Behörden nutzen, verifizieren und ihre angegebenen Identitätsdaten bestätigen lassen, bevor ein Inserat online gehen kann. Dadurch können Welpenhändler:innen nicht mehr anonym Tiere anbieten und dem kriminellen Geschäft mit kranken und viel zu jungen Tieren werden endlich wirksame Hürden gesetzt. Durch die mögliche Rückverfolgbarkeit der Verkäufer:innen wird auch eine Strafverfolgung vereinfacht, die den illegalen Handel erheblich erschwert und langfristig nicht mehr rentabel macht. 

„Wir freuen uns sehr, dass ,Deine Tierwelt' mit der freiwilligen Einführung einer Verifizierungspflicht für Verkäuferinnen und Verkäufer vorangeht. Dieser Schritt kann jedoch nur Teil eines langen Prozesses sein. Um den illegalen Welpenhandel erfolgreich bekämpfen zu können, müssten außerdem nur bereits gechippte und in einem Heimtierregister erfasste Hunde und Katzen auf Online-Portalen angeboten werden dürfen. Nur so kann den Kriminellen endgültig ein Riegel vorgeschoben werden! Dennoch: Die Verifizierungspflicht auf ,Deine Tierwelt' ist eine wichtige und richtige Maßnahme und zugleich ein Appell an das zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, endlich eine verbindliche, gesetzliche Regelung für alle Online-Plattformen einzuführen. Denn nur, wenn alle Plattformen mitziehen, kann der illegale Online-Handel mit Tieren gestoppt werden“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

Illegale Welpenhändler:innen nutzen Anonymität des Internets

Nicht-regulierte Online-Plattformen sind der Hauptverkaufskanal des illegalen Welpenhandels. Dort bieten kriminelle Händler:innen Welpen mit gefälschten Papieren, niedlichen Bildern und erfundenen Geschichten an. In Wahrheit werden die Welpen meist in Osteuropa unter schrecklichen Bedingungen in sogenannten Vermehrerstationen produziert. Die Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht und in dunklen Kellern oder Verschlägen ohne Tageslicht oder medizinische Versorgung gehalten. Die Welpen werden viel zu jung von der Mutter getrennt und häufig krank und ungeimpft anonym über Online-Plattformen innerhalb Europas verkauft. Die anonymen Anzeigen mit falschen Informationen zur Herkunft oder Alter des Hundes auf Online-Plattformen sind für Interessierte kaum als solche auszumachen. Nur eine gesetzliche Regulierung des Online-Handels kann den illegalen Welpenhandel und somit enormes Tierleid beenden.

Weitere Informationen unter www.vier-pfoten.org

Corinna Madjitov
Tel: 040-399249-81

VIER PFOTEN -
Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
22767 Hamburg

Foto: © VIER PFOTEN

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