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PetNews.de PetNewsCenter Allgemein ZZF lehnt Hundeverkauf / Welpenverkauf im Zoofachhandel ab


ZZF lehnt Hundeverkauf / Welpenverkauf im Zoofachhandel ab Drucken
Dienstag, den 08. März 2011 um 12:34 Uhr
Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) lehnt den Verkauf von Hunden im Zoofachhandel ab.

In den „Heidelberger Beschlüssen“ haben sich die ZZF-Mitglieder vor sechs Jahren verpflichtet, keine Hunde im Zoofachhandel zu präsentieren (Vermittlung und vermittelnder Verkauf sind erlaubt). In den Heidelberger Beschlüssen wird die vermittelnde Zusammenarbeit mit Tierheimen und Züchtern ausdrücklich empfohlen.

Die grundsätzliche Position des ZZF ergibt sich aus folgenden Überlegungen:

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Bei Welpen stellt die Prägungsphase außerordentlich hohe Anforderungen an die Bezugspersonen und Umgebung der Tiere. Diese Anforderungen sind gegenwärtig im Zoofachhandel nur sehr schwer zu erfüllen. Der Zoofachhandel stellt für den Hund eine Art „Zwischenrudel“ mit wechselndem Pflegepersonal und mit nur kurzfristig miteinander vergesellschafteten Artgenossen dar. Fachleute befürchten deshalb erhebliche Sozialisierungsprobleme mit allen sich daraus zunächst für die Halter und dann insbesondere für den jeweiligen Hund ergebenden negativen Konsequenzen: Sozialisierungsschwierigkeiten sind eine der häufigsten Ursachen für die Abgabe von Hunden in Tierheimen.

Das zweite Problem stellt die Herkunft der im Zoofachhandel anzubietenden Hunde dar. Seriöse Hundezüchter und ihre Verbände haben entschieden, keine Hunde über den Zoofachhandel zu verkaufen. Einzelne Zoofachhändler mögen dieses Problem auf regionaler Ebene lösen können, weil sie über Kontakte zu Züchtern verfügen, die nicht in den Züchterverbänden Mitglied sind. Sollte der Hund bundesweit Bestandteil des üblichen Lebendtiersortiments werden, befürchtet der ZZF, dass im Zoofachhandel viele Welpen aus unter Tierschutzaspekten fragwürdigen Quellen (Massenzuchten) angeboten würden. Darüber hinaus steht zu befürchten, dass die tierseuchenrechtlichen Bestimmungen, deren Einhaltung insbesondere für die Gesundheit der bereits vorhandenen Hunde von Bedeutung ist, missachtet oder umgangen würden.

Heidelberger Beschlüsse für den Tierschutz im Zoofachhandel: http://www.zzf.de/tiernatur/roterpunkt.html
Quelle: www.zzf.de
Kommentare (1)Add Comment
www.tierheimlinks.de:
geschrieben von Antonietta, Januar 19, 2012
Nur wer ein Tier aus dem Tierschutz zu sich holt, anstatt das Geschäft mit der "Ware Tier" durch Nachfrage weiter zu fördern, hilft Tierelend auf lange Sicht zu verringern. Wer ein Tier aus einem Tierheim holt, gibt ihm eine neue Chance auf Glück. Ein Tier aus dem Tierheim kann mehrere Vorteile haben. Vor allem gibt man so Tieren ein Zuhause, die sonst vielleicht lange in einem Heim leben müssten. Außerdem hat man die Möglichkeit, ein erwachsenes Tier zu sich zu nehmen, das schon stubenrein ist und häufig zumindest den Grundgehorsam erlernt hat, so dass die Erziehung weniger aufwendig ist als bei einem Welpen. Schließlich ist gerade bei Hunden und Katzen nicht nur die Erziehung, sondern auch die Persönlichkeit wichtig. Zum Beispiel ist eine bestimmte Dickköpfigkeit erst später erkennbar - und kann auch bei guter Erziehung auftreten.

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